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Sonntag, 15. Februar 2015

Timmelsjoch – Die Erfahrung

Timmelsjoch – Die Erfahrung



Vor der Mautstelle von Sölden kommend beginnt seit einigen Jahren die "Timmelsjoch Erfahrung". 5 Haltepunkte an denen Architektur-Skulpturen den Reisenden über Natur, Geschichte, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft der Region informieren.



Steg, Hochgurgl.
Ein Steg, der ganz neue, atemberaubende Ausblicke eröffnet, informiert über die Landschaft und ihre Eigenheiten.
Diese Station befindet sich direkt vor der Mautstelle von Sölden kommend. Sie bietet einen Blick in das Ötztal.


Schmuggler, Timmelsbachbrücke.
Ein Würfel, der in die abenteuerliche Welt des Schmuggels über das Timmelsjoch entführt.
Diese Station befindet sich auf dem Weg von der Mautstelle zur Passhöhe.


Passmuseum, Timmelsjoch.
Eine „Eishöhle" die im Inneren den Pionieren der Hochalpenstraße und ihrer bemerkenswerten Leistung Tribut zollt.
Diese Station befindet sich direkt auf der Passhöhe.


Fernrohr, Scheibkopf.
Ein Fernrohr das den Blick auf Granatkogel (3.304 m) und Hohen First (3.403 m), die markant aus dem ewigen Gletschereis ragen, fokussiert.
Diese Station befindet sich auf der italienischen Seite, etwa auf mittlerer Höhe der südlichen Bergwand mit ihren engen Kehren. Sie bietet einen Ausblick in das Passeiertal (Val Passiria). 

 
Granat, Moos im Passeier.
Zwei Granate, den geologischen Gesteinsformationen des Passeiers nachempfunden, dienen als Schauraum und Aussichtsplattform.
Diese Station befindet sich oberhalb von Moos (Mosio). Sie bietet einen Ausblick über die Stadt, und liegt von der Strasse her etwas versteckt.

Zwar ist der Besuch der einzelnen Ausstellungen kostenfrei, allerdings ist bei Durchfahren der Mautstelle mindestens die Maut für eine einfache Fahrt fällig.

Sonntag, 30. September 2012

Zollfrei einkaufen in Italien

Einkaufsmöglichkeiten gibt es hauptsächlich im Hauptteil von Livigno, in der Ortsmitte und an der Via Pontiglia. Durch den Status des Zollausschlussgebietes sind teilweise recht grosse Preisunterschiede zu Österreich, der Schweiz und Deutschland möglich.. Dies betrifft, wie auch in Samnaun, vor allem die Bereiche Benzin, Parfüm, Zigarren / Zigaretten und Spirituosen. Aber auch in den Bereichen Sport, Mode und Boutiquen, sowie Uhren und Schmuck gibt es eine gute und günstige Auswahl an nahezu allen bekannten Marken. Grundsätzlich gilt, auch hier wie in Samnaun, dass die Preise der Waren in jedem Geschäft gleich sind, und auch hier haben sich die einzelnen Läden auf bestimmte Produktgruppen spezialisiert. Diese bieten dann in ihrem Bereich eine entsprechende Vielfalt. Es gibt allerdings keine Übersicht mit den Angeboten und den Preisen. Der Einkauf kann problemlos mit Kreditkarten, ec-Karten und auch bar bezahlt werden, und da man sich in Italien befindet in Euro. Es entfällt also das Risiko eines abweichenden Wechselkurses oder etwaiger Fremdwährungsgebühren. Zusätzlich vorteilhaft wirkt sich die Entwicklung des Wechselkurses des Schweizer Franken zum Euro aus. Somit ist der Einkauf in Livigno noch einen deutlichen Teil günstiger als in Samnaun. Im Gegensatz zu Samnaun sind die Öffnungszeiten der Geschäfte hier mit den Öffnungszeiten der gastronomischen Einrichtungen abgestimmt. Also morgens wird etwas später geöffnet, dann über Mittag geschlossen, und abends etwas früher geschlossen. Bei einem geplanten Einkauf an Sonn- oder Feiertagen sollte man sich vergewissern, dass die Geschäfte geöffnet sind. Dies gilt auch für Samnaun, zumeist sind aber einige Geschäfte stundenweise am Sonntagnachmittag geöffnet. Auch ist die Anfahrt, im Vergleich zu Samnaun, etwas aufwändiger, sei es wegen der Dauer oder der Haushaltskasse. Bezogen auf eine Anreise aus Deutschland oder dem Inntal führt der lange Weg an St. Moritz vorbei, über den Bernina Pass und den Forcola di Livigno, der teure durch den Tunnel Munt la Schera. Für die Benutzung des Tunnels ist pro Richtung ein Betrag von derzeit 12 Euro fällig. Und auch hier gilt bei aller Freude über den günstigen Einkauf: Zollfreigrenzen beachten. Denn egal welchen Weg man aus Livigno heraus wählt, er führt mit dem Pkw sicher zu einer Zollstelle, und zwar zunächst zu einer schweizer und dann zu einer österreichischen. Und wer den Weg durch den Tunnel und über den Ofenpass in das Vinschgau wählt, trifft dort auch noch auf italienische Zöllner. Und für alle gilt: Seien Sie versichert, die Zöllner können es sich denken dass sie eingekauft haben, sowie warum und was Sie in Livigno eingekauft haben.

Freitag, 20. April 2012

Stilfser Joch, Vinschgau, Italien

Auf 48 Kehren dem Himmel entgegen





Das Stilfser Joch ist mit 2757 m der höchste Pass der Ostalpen, und neben dem Col d´Iseran der zweithöchste (asphaltierte) Pass der Alpen. Es gibt drei Wege auf den Pass: Von Bormio, vom Umbrail Pass (Schweiz) oder von Prad im Vinschgau. Beindruckend ist der Blick von der Passhöhe in das Tal Richtung Vinschgau, von hier führen 48 Kehren von oben nach unten oder umgekehrt. Die Nummerierung der Kehren beginnt auf der Passhöhe und führt talwärts, die Kehre 1 ist kurz nach der Passhöhe, die Kehre 48 ist zwischen Trafoi und Gomagoi kurz vor der Lawinenverbauung. Wer also aus dem Vinschgau nach oben zur Passhöhe fährt weiss immer wieviele Kehren er/sie noch vor sich hat. Der Pass ist im allgemeinen nur von Anfang Juni bis Ende Oktober geöffnet, dies ist jedoch stark wetterabhängig. Südlich des Passes liegt das Ortler-Massiv mit dem Ortler (3905) als Hauptgipfel. Speziell in den Sommerferien und an den Wochenenden herrscht ein sehr starkes Besucheraufkommen in den Kehren und auf dem Sattel. Bei Motorradfahrern und auch bei Radfahrern erfreut sich eine Überquerung des Passes grosser Beliebtheit. Dies führt leider immer wieder zu kritischen Situationen in den Kehren speziell bei Gegenverkehr. Auch bei der Einfahrt in den Bereich des Sattels aus dem Tal kommend ist Vorsicht geboten, da hier in einer Rechtskurve häufig Fussgänger unterwegs sind, und auch Fahrräder und Motorräder abgestellt werden. Für Radfahrer gibt es einen Radtag, einen Tag an dem das ganze Areal für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist. Für Fahrzeuge mit Anhängern und Busse ist der Pass grundsätzlich gesperrt. Es gibt ausreichend kostenfreie Parkplätze abseits der Strasse. Vorhanden sind Souvenirshops, Stände mit Essen, ein Cafe und ein Hotel. Derzeit ist der Pass mautfrei befahrbar, dieses Thema wird allerdings seit Jahren immer wieder neu aufgerollt. Hier ist zu raten, sich vorher zu erkundigen um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Montag, 16. April 2012

Reschensee, Trentino, Italien

Der Kirchturm im See






Der Reschensee ist ein künstlicher See, er wurde in den Jahren 1949/50 geschaffen. Er ist etwa 6 km lang und bis zu etwa einem Kilometer breit. Bei seiner Stauung verschwand das Dorf Graun komplett, sowie Teile des Dorfes Reschen und einige Weiler. Einziges Überbleibsel und das Wahrzeichen des Stausees ist der Kirchturm von Alt-Graun. Dieser blieb angeblich aus Denkmalschutzgründen von der Sprengung der Gebäude verschont. Die Ursprünge zur Aufstauung gehen zurück in das Jahr 1920, eine Erweiterung gab es im Jahr 1939 mit Zwangsenteignungen und darausfolgenden Umsiedlungen.

Das ganze Gebiet bietet für Sportbegeisterte reichlich Angebote. Um den Reschensee gibt es Wander- und Laufstrecken. Auf dem See tummeln sich im Sommer Kite-Surfer, im Winter u. a. Eissegler. An der Westseite des Sees ist die Talstation des Skigebietes Schöneben. Der sich anschliessende Haidersee eignet sich für Angler, dieser See gilt als das Anglerparadies im Obervinschgau, er bietet z. B. Renken, Forellen und Hechte.Je nach Jahreszeit hat das Wasser eine andere Farbe, z. B. milchig-trüb oder glatt-spiegelnd.

In der Nähe des Kirchturmes gibt es einen gebührenpflichtigen Parkplatz. Dort befindet sich ein Kiosk, dieser bietet auch Informationen über die Geschichte des Stausees. Speziell in den Ferienzeiten und an Wochenenden ist der Andrang sehr gross. Es kommt zu Parkplatzproblemen und unfallträchtigen Rückstaus bei der Einfahrt auf den Parkplatz. Zumal der Verkehr von Süden durch einen Tunnel bis kurz vor den Parkplatz geführt wird, und dort bei der Ein- oder Ausfahrt die Fahrspuren gekreuzt werden müssen. Problematisch auch der Mix auf der Strasse an allen Fahrzeugarten, vom Fahrrad bis zum Bus und Lkw. Trotz allem, dieser Ort wiegt alle Widrigkeiten auf.

Sonntag, 15. April 2012

Lago di Livigno, Lombardei, Italien

Ein See in beeindruckender Landschaft




Der Lago di Livigno (auch Lago del Gallo, in dt.: Luwinersee) ist ein Speichersee. Sein grösster Teil liegt auf italienischem Gebiet. Nur bei der 130 Meter hohen Staumauer, die sich ganz im Norden des Sees befindet, liegt der See für ca. 2 km auf Schweizer Territorium. Angelegt durch die Schweiz dient er zur Stromversorgung der angrenzenden Schweizer Gebiete. Der Lago di Livigno ist nur über die Alpenpässe Forcola di Livigno (2315 m) im Südwesten, zum Berninapass, oder dem Passo d'Eira (2208 m) mit dem Passo di Foscagno (2291 m) im Südosten, nach Bormio, und durch den Munt-la-Schera-Tunnel im Nordosten verkehrstechnisch erschlossen. Die Zufahrt durch den recht engen Tunnel ist einspurig und daher mit Ampeln geregelt. Die Wartezeiten betragen allerdings maximal 15 Minuten und sind damit überschaubar. Die Anfahrt mit Wohnmobilen und Pkw mit Anhängern ist nichts für ungeübte Fahrzeuglenker. Für Pkw mit wenigen PS ist es aber möglich diese Strecke zu benutzen. Der Tunnel ist kostenpflichtig, zur Zeit 12 Euro pro Richtung. Die Mautstelle befindet sich am Stausee. An der Südspitze des Sees liegt die einzige grössere Ortschaft Livigno. Dieser Ort ist bei Touristen beliebt, weil sie dort, wie auch in Samnaun, vom zollfreien Tanken und Einkaufen profitieren. Mit einem entscheidenden Unterschied: Die Preise sind in Euro und unterliegen somit keinen Währungsschwankungen. Allerdings müssen bei einer An- und Abfahrt durch den Tunnel die Kosten der Maut berücksichtigt werden, sie reduzieren somit den Preisvorteil. Der See erscheint spiegelglatt, daraus ergeben sich beeindruckende Eindrücke und Bilder.