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Sonntag, 13. Januar 2013

Ein beeindruckender See in grandioser Lage






















Der Lake Tahoe liegt mit einer Fläche von etwa 500 km² nordöstlich von San Francisco, an der Grenze zu Nevada. Diese Grenze zwischen den beiden Bundesstaaten verläuft durch den See. Der See liegt auf etwa 1800 Metern Höhe, eingebettet zwischen verschiedenen Gebirgszügen und recht hohen Bergen wie z. B. dem Rose Knob mit 9600 ft. im Norden, den Twin Peaks mit 8716 ft. im Westen, sowie dem Snow Valley Peak mit 9214 ft. im Osten. Daraus folgt dass es in diesem Gebiet einige Skigebiete gibt, die teilweise auch recht bekannt sind. Heavenly im Süden mit 30 Liften und 97 Abfahrten sowie Squaw Valley im Nordwesten (Olympische Winterspiele 1960) mit 33 Liften und 177 Abfahrten sind sicher bekannt. Es gibt auch Northstar at Tahoe im Norden mit 19 Liften und 33 Abfahrten und Homewood Mountain im Westen mit 8 Liften und 64 Abfahrten als Beispiele. Auf dem See gibt es Ausflugsschiffe die von Zephyr Cove (NV) starten und auf dort wieder anlegen, es sind dies die Tahoe Queen und die M.S. Dixie II. Diese raucherfreien Schiffe verkehren ganzjährig auf verschiedenen Routen und zu verschiedenen Anlässen für Einzel- und Gruppenreisende. Der See erscheint grösstenteils in sattem Blau, in der Emerald Bay (im westlichen Teil des Sees) dann dem Namen entsprechend smaragdfarben. Grössere Orte am See sind im Nordwesten Tahoe City und im Süden South Lake Tahoe im kalifornischen Teil, sowie im Anschluss daran, aber in Nevada gelegen der Ort Stateline. Dort ist dann auch der Freizeitbereich um den Punkt Glücksspiel erweitert. Und da in Kalifornien das Glücksspiel verboten ist werden von den Hotels in South Lake Tahoe Fahrten nach Stateline angeboten. Diese beiden Orte sind zwischenzeitlich zusammengewachsen. An Unterkünften werden rund um den See alle Kategorien ausreichend bedient. Nordöstlich vom See liegt Reno, vom und zum Flughafen dort gibt es eine Expressbuslinie. Etwas östlich vom See liegen Carson City, Silver City und Virginia City. Diese Orte kennt man doch aus vielen Western, und der Historic District in Virginia City ist noch so wie man es zu kennen glaubt. Und wer die Fernsehserie Bonanza kennt, und auf die Landkarte achtet die am Anfang verbrennt, findet diese Gegend darauf wieder. Und natürlich sind auch die Ponderosa Ranch sowie einige andere Gebäude am Lake Tahoe zu finden. Und zwar in einem umgrenzten Gebiet in Incline Village am nordöstlichen Ende des Sees. Leider ist zur Zeit der Besuch nicht möglich, und es ist zu befürchten dass sich die Tore zum Set nie mehr öffnen werden. Wir erreichten und verliessen den See über den Highway 50, den Lincoln Highway im Süden des Sees. Den besten und beeindruckendsten Blick über den Lake Tahoe hat man nach meiner Meinung vom Nordosten, oberhalb von Incline Village. Mark Twain wird folgender Ausspruch bei seinem ersten Besuch des Sees im Jahre 1862 zugeschrieben: „It must surely be the fairest picture the whole world affords.“ Und dem ist nichts hinzuzufügen.

Dienstag, 1. Mai 2012

Muir Woods National Monument, Kalifornien, USA


Das Muir Woods National Monument liegt etwa 20 km nördlich der Golden Gate Bridge. Geschaffen wurde er vom amerikanischen Präsidenten Roosevelt 1908, indem er eine Fläche von 120 Hektar mit Mammutbäumen zum nationalen Monument erklärte. Das Gelände gehörte vorher dem Ehepaar Kent, es wurde mit der Massgabe das Gelände nach John Muir, einem Naturschützer, zu benennen dem amerikanischen Staat übereignet.

Historische Küstenmammutbäume finden sich im Park, manche davon über 600 Jahre alt und etwa 75 Meter hoch. Es gibt eine reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt. Selbstverständlich Moose und Farne aber auch Lorbeerbäume, Ahorne und Fichten. Auch verschiedene Arten von Wildblumen sind zu finden. An Tierarten zu finden sind Waschbären, Eulen, Fledermäuse und Rehe. Sowie verschiedene Vogelarten, Amphibien und Reptilien, wie Steller´s Jays (Diademhäher) Salamander, Schlangen und Bananenschnecken.

Im Park gibt es insgesamt etwa 10 km Wanderwege, in einem Rundweg der durch mehrere Brücken abgekürzt werden kann. Der Hauptweg ist für Rollstühle befahrbar, das Verlassen des Weges, sowie Rauchen, Campen und Picknicken, Fischen sowie Sammeln von Blumen ist generell untersagt. Ebenso das "verzieren" von Bäumen und das Zurücklassen von Müll jeglicher Art. Aber das sollte jedem Besucher klar sein.             

Die kürzeste Zufahrt von San Francisco aus erfolgt über die Autobahn U.S. 101 (Ausfahrt 445 B) und weiter über den California Highway 1 in Richtung Mill Valley. Die Zufahrt ist steil, kurvenreich und nur wenig ausgebaut, für Fahrzeuge mit einer Länge von mehr 10 m ist sie verboten. Es gibt nur wenig Parkplätze beim Park, daher wird empfohlen bereits morgens oder spätnachmittags den Park zu besuchen. Der Park ist im Normalfall von 08.00 Uhr morgens bis zum Sonnenuntergang geöffnet. Auch im Sommer wird empfohlen wärmende Kleidung zumindest verfügbar zu haben, da die Temperatur im Tal durchaus auf etwa 4 Grad Celsius fallen kann. Im Park selbst gibt es den obligatorischen Souvenirshop, sowie Toiletten und ein Cafe.

Wir besuchten das Tal in Verbindung mit dem Marine Headlands View Point (Blick auf die Golden Gate Bridge) und Sausalito (Hausboote).

Sonntag, 15. April 2012

Fort Frederica National Monument, Georgia, USA

Ein kolonialer Aussenposten

Fort Frederica auf der Insel St. Simons Island stammt aus der britischen Kolonialzeit und wurde 1736 im Mündungsdelta des Altamaha River erbaut. Von der Befestigungsanlage wurde der Schiffsverkehr vor der Küste von Georgia und die Grenze zwischen den britischen Kolonien und dem dem in spanischem Besitz befindlichen Florida kontrolliert. Nach Unterzeichnung eines Friedensvertrages im Jahre 1748 wurde die Anlage aufgegeben und war dem Verfall preisgegeben. Benannt wurde die Ansiedlung nach Friedrich Ludwig von Hannover, einem Prince of Wales. Das 1936 zum National Monument erklärte Fort wurde seither teilweise rekonstruiert. Fort Frederica ist für den Publikumsverkehr geöffnet, es gibt ein Informationszentrum mit Ausstellungen zur Kolonialzeit und zu den Yamacraw, einem Indianerstamm, der sich auch dort ansiedelte. Mehrmals im Monat gibt es sogenannte Living History Vorführungen. Das Fort eignet sich zu einem Stop auf der Durchreise, als alleiniges Tagesziel bietet es zu wenig. Bei unserem Besuch war das ganze Gebiet ohne Strom, somit war eine Besichtigung des Besucherzentrums mit seinen Ausstellungen nicht möglich. Da wir an einem Sonntag morgen dort waren, ergab sich auf der Hinfahrt bei der Fahrt durch Brunswick der Eindruck eines evakuierten Gebietes. Bei der Vorbeifahrt an einer Kirche klärte sich der Eindruck, anscheinend waren wirklich alle in der Kirche.

Mississippi Petrified Forest, Mississippi, USA

Ein versteinerter Wald




Der versteinerte Wald (Mississippi Petrified Forest) befindet sich in Flora, einer Stadt im US-Bundesstaat Mississippi. Er bietet eine Reise zurück in die Vergangenheit vor 36 Millionen Jahren. Entdeckt wurden die Bäume zwar schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts, die Entwicklung des Parks für Besucher fand aber erst nach 1960 statt. Die Anlage bietet verschiedene Bereiche, wie einen Wanderweg (Nature Trail) mit Erklärungen zu allen interessanten Punkten, ein Museum, selbstverständlich einen Shop mit Souvenirs und einen Kanal zum Ausspülen von Edelsteinen (Gem Mining Flume). Hier kann jeder sein Glück bei der Suche nach Edelsteinen versuchen. Ergänzt wird das Angebot durch einen Campingplatz, auch für Wohnmobile, einen Picknickplatz und einen Pavillon für Veranstaltungen. Es gibt keine Führungen, wir erhielten aber schriftliche Informationen am Eingang ausgehändigt. Und diese waren, zu unserer Überraschung und Freude, auf deutsch. Da die Wege durch den Park nicht immer eben verlaufen, und teilweise mit Laub etc. bedeckt sind ist auf festes Schuhwerk zu achten. Der Park ist ganzjährig geöffnet.

Valley of Fire State Park, Nevada, USA

Das Tal des Feuers






Der Valley of Fire State Park (Tal des Feuers) liegt in Nevada in der Nähe der I-15 nordöstlich von Las Vegas. Am besten zu erreichen über die Ausfahrt Nr. 75, die Fahrtstrecke von Las Vegas beträgt etwa 50 Meilen. Eine weitere Zufahrt zum Park gibt es über den Ort Overton. Seinen Namen hat das Tal vom roten Sandstein, der im Sonnenlicht entsprechend leuchtet. Der geologische Ursprung reicht zurück bis in das Zeitalter der Dinosaurier (also vor 150 Millionen Jahren). Besiedelt war das Gebiet wohl von 300 vor Christus bis etwa 1150 nach Christus. Die Bewohner waren unter anderem die Anasazi. Zurückgelassen haben sie verschiedene Felsmalereien. Die Vegetation ist recht karg, sie besteht überwiegend aus verschiedenen Arten von Büschen und Kakteenarten. Die Tierwelt besteht zum Beispiel aus Raben, Finken, Spatzen und einer Kuckuckart, dem roadrunner. Der Park bietet ein Besucherzentrum mit Verkauf von Andenken, sowie einen Campingplatz sowie einen Platz zum Abstellen von Wohnmobilen. Vorhanden sind auch ein Bereich für Picknicks, sowie drei Bereiche für Gruppen bis zu 45 Personen. Im Park gibt es verschiedene ausgeschilderte Wanderwege. Aufgrund seiner Lage eignet sich der Park für einen Tagesausflug ab Las Vegas. Im Sommer kann es tagsüber sehr heiss werden immerhin 100 bis 120 Grad Fahrenheit, das entspricht 38 bis 48 Grad Celsius. Hier empfiehlt sich die Mitnahme von ausreichend Flüssigkeit sowie das tragen von Kopfbedeckungen jeglicher Art. Im Sommer besteht die Gefahr von Stürmen, im Winter kommt es zu sehr tiefen Temperaturen bis zum Gefrierpunkt. Als beste Zeit zum Besuch des Parks eignet sich daher der Frühling und der Herbst.

Montezuma Castle National Monument, Arizona, USA

Montezuma ohne Rache

Das Montezuma Castle National Monument befindet sich unweit der I-17 südlich von Flagstaff im Bundesstaat Arizona. Die Ausfahrt der I-17 hat die Nummer 289, von dort geht es weiter auf den Montezuma Castle Highway. Es wurde bereits im Jahre 1906 zum National Monument erklärt. Zu sehen gibt es einen Bau mit angeblich 20 Räumen, allerdings nur aus einiger Entfernung. Es gibt zwar geführte Rundgänge, eine Besichtigung ist allerdings nicht mehr möglich. Bis in das Jahr 1951 war diese möglich, sie wurde allerdings aufgrund massiver Beschädigungen des Gebäudes durch die Besucher verboten. Diese Behausung (cliff dwelling) ist wohl etwa 1000 Jahre alt, sie stammt von den sogenannten Sinagua-Indianern, von denen relativ wenig bekannt ist. Dieser Stamm lebte nicht am Wasser, daher der Name "sin agua" - "ohne Wasser", er betrieb Ackerbau und baute seine Wohngebäude in Felsnischen. Wie hier in diesem Park zu sehen ist. Woher er kam, wieso, wann und wohin er weiterzog ist bis heute nicht bekannt. Ein interessanter Stopp auf dem Weg von Flagstaff, bzw. dem Grand Canyon nach Phoenix bzw. Tucson oder umgekehrt. Als Tagesziel bietet das Monument aber definitiv zu wenig. Es gibt ein Museum und einen Bereich für Picknicks, beim Wandern im gesamten Bereich sollte man auf den Wegen bleiben und z. B. nicht mit den Händen in das Gras fassen. Einige Bewohner könnten das falsch verstehen. Daher zur eigenen Sicherheit immer auf ein gewisses Klappern achten.

Saguaro National Park, Arizona, USA

Kakteen, jede Menge Kakteen





Der Saguaro National Park ist ein zweigeteilter Park in der Sonorawüste westlich und östlich von Tucson in Arizona. Seit 2003 hat das Gebiet den Status als National Park, es umfasst eine Fläche von etwa 370 km². Benannt wurde es nach dem auffälligsten Gewächs im Park, dem Kandelaberkaktus (Saguaro). Obwohl es nicht den Anschein hat, gibt es weitere Pflanzen im Park, z. B. Mesquitesträucher, Kakteengewächse und Lupinen sowie Goldmohn. Auch die Tierwelt ist reichlich vertreten, z. B. mit verschiedenen Hasen- und Hörnchenarten. Ebenso Kojoten und natürlich einer breiten Vielfalt an Vogelarten. Aber auch Skorpione, Echsen, Taranteln und Schlangen (auch Klapperschlangen) gehören zur Tierwelt des Nationalparks. Daher gilt auch hier, vorzugsweise auf den Wegen bleiben, festes Schuhwerk tragen und keine Diskussion mit den Tieren eingehen. Die Tiere sind giftig, schneller als man denkt und absolut spassresistent. Da die Temperaturen im Sommer mühelos 40 Grad Celsius erreichen können, ist auf ausreichend Trinkwasser und Sonnenschutz zu achten. Auch ist darauf zu achten dass vor der Fahrt in den Park das Fahrzeug vollgetankt wird, und auch der Stand der Kühlflüssigkeit überprüft wird. Wir waren nur im Westteil des Parks unterwegs, die Bilder entstanden westlich bzw. nordwestlich des Besucherzentrums (visitor center). Kleiner Hinweis noch: Die Person die für die Größenvergleiche dient ist 1,60 m groß.

Samstag, 14. April 2012

Chimney Rock, North Carolina, USA

Felsnadel mit Aussicht






Der Chimney Rock ist eine Felsnadel mit Aussichtspunkt inmitten des Chimney Rock State Parks in North Carolina 25 Meilen südöstlich von Asheville gelegen. Der Fels ist ein 535 Millionen Jahre alter Monolith, man sieht ihm das Alter nicht an. Bis zum Jahr 2007 war der Aussichtspunkt in privatem Besitz, seither ist er Teil des Parkes. Vom Parkplatz gelangt man mit einem Aufzug nach oben zum Aussichtspunkt, von dort hat man einen Ausblick von etwa 75 Meilen nach Osten. Filmfreunde haben einige Punkte in der Umgebung bereits im Kino oder im Fernsehen gesehen. Den angrenzenden Lake Lure in "Dirty Dancing" (die Szenen mit den Übungen im Wasser), oder eine Lichtung auf der bewaldeten Bergwand gegenüber in "Der letzte Mohikaner" mit Daniel Day-Lewis (die Siedlung der Mohikaner). Der Rückweg zum Aufzug führt, fast selbstverständlich, auch hier durch den Souvenirshop. Der Aussichtspunkt kostet Eintritt und ist fast ganzjährig geöffnet. Es gibt die Möglichkeit zu Geburtstagsfeiern und Eheschliessungen unter freiem Himmel an verschiedenen Stellen mit Catering auch für grössere Gesellschaften. Durch den Park führen verschiedene Wanderwege, auch für Kletterbegeisterte bestehen Möglichkeiten.